29. November 2007
Mittelständische Unternehmen und das Berichtswesen
Seit Einführung von Basel II (ein internationales System mit dem Banken ihre Kreditrisiken steuern) sind Kreditinstitute zu Bonitätsprüfungen verpflichtet. Durch diese internen Ratings wird die wirtschaftliche Situation der Kapitalnehmer bewertet. Doch viele Unternehmen liefern von sich aus wenig bis gar keine Informationen an ihre Hausbanken, da sie oft selber über kein intelligentes Reportingsystem verfügen. Sie würden sich jedoch selbst einen Gefallen damit tun. Mittelständler können durch ein sauberes Berichtswesen ihr Bankenrating in Zukunft positiv beeinflussen, vor allem weil manche Kreditinstitute, gerade kleinere Unternehmen, oft nur nach der Aktenlage bewerten. Aber ein zeitnahes Reporting hat noch andere Vorteile als den Banker zufrieden zu stellen und damit bessere Kreditkonditionen zu erzielen. Es dient dem Unternehmer in erster Linie zur Steuerung seines Unternehmens und liefert ihm zuverlässige Informationen, mit welchen Produkten und Dienstleistungen er welche Renditen erwirtschaftet und wie er sein Unternehmen und die Produkte optimal ausrichten muß. Denn die Frage, die sich jeder Mittelständler stellen sollte, ist: Was kostet es mich, wenn ich jeden Monat nicht genau über meine Unternehmensentwicklung Bescheid weiß?
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